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Typen, Trubel, Temperamente

Wer 1700 Kilometer mit dem Fahrrad vom sächsischen Olbernhau nach Helsinki fährt, muss ein echter Fan der Schwimmer sein. Alexander Steiner - Trainer beim Schwimmteam Erzgebirge, der ab und an auch die Leipziger mitbetreut - hatte mit SSG-Sprinter Karl-Richard Hennebach eine Wette laufen. Wenn sich der 18-jährige Schüler für die Junioren-EM qualifiziert, wollte Steiner ihn bei der JEM mit dem Fahrrad besuchen. Also fuhr der Lockenkopf gut vier Tage lang quer durch Polen sowie durch Litauen, Lettland und Estland. Die letzten 65 Kilometer durfte er („mit Karlis Erlaubnis") von Tallinn aus mit der Fähre übersetzen. Denn die Route über St. Petersburg wäre nicht nur 300 Kilometer länger, sondern auch um einiges unsicherer gewesen. Um die Tortur durchzustehen, trank Steiner 20 Liter Wasser am Tag, alle 100 Kilometer legte er eine Esspause ein. Im Winter hatte er den jungen Schwimmer noch bis zu 70 Kilometer am Tag durch die Langlauf-Loipe gejagt. Nun war Steiner live dabei, als der Sprinter die Früchte des harten Trainings erntete. Juliane Reinhold und Tobias Horn sowie die mitgereisten Eltern freuten sich ebenfalls über den Besuch des Hobby-Radlers. Und auch die LVZ profitierte davon: Eine Stunde nach dem dritten Titel von Jule Reinhold schickte Steiner via Handy ein Foto der Gold-Hamsterin in die Redaktion. Heimwärts durfte der 33-Jährige übrigens fliegen.

Autor: fs
Quelle: LVZ, 2010-07-21




Staffel-Siege und Einzel-Bronze

Goldenes Wochenende für Juliane Reinhold bei den Junioren-Europameisterschaften in Helsinki. Nach dem ersten Staffel-Gold vom Donnerstag schwamm die 16-Jährige von der SSG Leipzig befreit auf und wurde von Tag zu Tag stärker. Der Lohn: Die Sportmittelschülerin kehrt heute mit drei Goldmedaillen und einmal Bronze aus der finnischen Hauptstadt zurück. Am Sonnabend gehörte der Schützling von Oliver Trieb zum Sieger-Quartett über 4x200 m Freistil, das mit neuem JEM-Rekord gewann. Bei der Siegerehrung strahlten die vier DSV-Mädchen ausgelassen um die Wette, bei der Nationalhymne hielten sie ihre Hand ans Herz - und sie wurden von den Teamkollegen gefeiert. Der Erfolg setzte zusätzliche Kräfte frei. Gestern errang Juliane Reinhold dann für Leipzig die erste JEM-Einzelmedaille seit elf Jahren, für die Frauen war es sogar das erste Edelmetall seit 17 Jahren. Und sie krönte ihre Bronzeplakette über 200 m Lagen mit einem deutschen Altersklassenrekord. In 2:15,16 Minuten war Juliane Reinhold mehr als eine Sekunde schneller als bei den deutschen Meisterschaften im Juni. Nach einer harten Woche setzte sie die letzten Kräfte in die Lagen-Staffel, wo die Leipzigerin in 1:00,95 min hervorragend den Schmetterling-Abschnitt bestritt. Die Spanierinnen schlugen zwar als Erste an - wurden aber wegen Frühstarts disqualifiziert. Zur Gold-Staffel gehörte mit Brustschwimmerin Lina Rathsack (SC Riesa) eine weitere Sächsin. Nach dem siebten Rang von Serghei Golban kehren alle vier Leipziger mit Finalplätzen heim. Karl-Richard Hennebach (alle SSG) schwamm im Vorlauf über 50 m Rücken die viertbeste Zeit. Als dritter Deutscher durfte er aber nicht ins Halbfinale einziehen.

Autor: fs
Quelle: LVZ, 2010-07-19




SSG-Kraulschwimmer Achter mit der Staffel

Der Leipziger SSG-Schwimmer Tobias Horn hat gestern bei der Junioren-EM in Helsinki mit der DSV-Staffel über 4x200 m Freistil Rang acht belegt. Das Quartett lag neun Sekunden hinter den Medaillenrängen zurück. Der 17-jährige Horn war in 1:53,71 Minuten der zweitschnellste Deutsche. SSG-Kollegin Juliane Reinhold belegte im Halbfinale über 100 m Schmetterling Rang vier. Mit persönlicher Bestzeit (1:01,62 Minuten) qualifizierte sich die 16-Jährige für die Lagenstaffel am Sonntag.

Autor: fs
Quelle: LVZ, 2010-07-17




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